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Impfempfehlungen für Kaninchen

Kaninchen sind vor allem durch zwei Viruserkrankungen gefährdet, gegen die es aber wirksame Schutzimpfungen gibt. Beide Erkrankungen werden hauptsächlich durch stechende Insekten (Mücken), aber auch durch direkten oder indirekten (Futter, Einstreu) Kontakt übertragen. Für den Menschen oder andere Tiere sind die Erkrankungen nicht gefährlich.

Die RHD (rabbit haemorraghic disease, "Chinaseuche") ist eine durch Viren hervorgerufene Erkrankung. Ein wesentliches Merkmal der Erkrankung ist eine hochgradige Störung der Blutgerinnung, die zu punktförmigen Blutungen (Petechien) in allen Geweben führt. Blutungen treten vor allem in den Atemwegen, in Magen, Darm und den Harnorganen auf. Dadurch kommt es zu einer starken Atemnot beim Kaninchen und zu Blut in den Ausscheidungen. Daneben tritt eine Leberentzündung mit Gewebsuntergang sowie Vernarbungen und Verkalkungen der Leberzellen auf. Ein weiteres Anzeichen für die Krankheit kann apathisches Verhalten sein, das innerhalb kürzester Zeit nach der Infektion auftritt. Mittels einer Blutuntersuchung kann die Chinaseuche eindeutig nachgewiesen werden.
Die Erkrankung führt binnen 12 bis 72 Stunden zum Tod, die Sterblichkeitsrate beträgt bis zu 100 %.

Die Myxomatose ("Kaninchenpest") ist eine pockenänliche Viruserkrankung und durch teigige Schwellungen der Schleimhäute (Ohr, Auge, Maul, Nase und After) gekennzeichnet. Nach zirka 10 bis 14 Tagen endet die Krankheit meistens mit dem Tod.
Die Sterblichkeitsrate beträgt zwischen 20% und 100 %, je nach Aggressivität des Virusstammes.

Die Impfung gegen die beiden tödlichen Kaninchenseuchen sollte in jedem Frühjahr erfolgen.

Impfschema für Kaninchen

Grundimmunisierung

6.-8. Lebenswoche: RHD, Myxomatose

Auffrischungsimpfung

jährlich: RHD, Myxomatose